Doctor Wankenstein Goes to Japan

A PhD student of Japanese Studies at Manchester University (UK) recently published a paper in Qualitative Research, which has been condemned in the media and is now being investigated by the university and by the journal. Two things have caused offence: the research method (masturbation); and the material used during masturbation (shota, a Japanese genre of self-published erotic comics that features young boy characters). I don’t object to the “research method” as such. I can think of a different context where masturbation may be appropriate, e.g. when a sexologist or a neuroscientist is doing research on the phenomenology of orgasms. Then, it might be helpful to know what it is like to have an orgasm. But I think in order to understand shota culture it isn’t necessary for the researcher to jerk himself off, so in this context the “research method” is inappropriate.

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Confusion about Inclusion: Transwomen Athletes in the Female Category

The governing body for aquatic sports, FINA, voted on Sunday (19th June) in Budapest/Hungary to bar transwomen athletes who have gone through any part of male puberty from international female competition. Rugby league followed suit two days later, and Lord Coe, president of World Athletics hinted that his sport might also go that way. Is this exclusion from the female category unfair to transwomen athletes?

Read the full article here: https://idrottsforum.org/feature-imbrisevic220623/

TERFS, TRANSWOMEN AND TREKKIES

Recently I read a definition of ‘Terf’: they are “cis women who deny the womanhood of transwomen.” [https://www.zeit.de/zett/queeres-leben/2022-04/phenix-kuehnert-weiblichkeit-trans-frau].

That made me think about the question of group membership. How do you acquire it? Strangely, it is never through self-ID. Traditionally there are two routes: [1] via the current members; or [2] specific, relevant facts must obtain.

Read the full article here: https://theelectricagora.com/2022/04/28/terfs-transwomen-and-trekkies/

LINGUISTIC DISCRIMINATION IN ANALYTIC PHILOSOPHY: Do we need the Barcelona Principles?

by Miroslav Imbrišević

In 2013 an Argentinian philosopher, working in the UK, argued that analytic philosophers should publish in English rather than in their native tongue.[i] It looks like many have heeded his advice. This year some institutions and scholars adopted the Barcelona Principles for a Globally Inclusive Philosophy (BP), which aim to dismantle the structural disadvantage of non-native speakers in philosophy. The focus of the Principles is on English, because of its dominance in philosophy, but it would equally apply to, say, an Italian philosopher working in France, or a German working in Spain.


According to the BP ‘non-native English speakers, who have not had the chance to perfect their knowledge of the language, are at a structural disadvantage.’ This is misleading. It’s not like people are preventing them from perfecting their English.

Read the full essay here: https://theelectricagora.com/2022/02/27/linguistic-discrimination/

Wie feministisch ist die Emma noch?

In der taz (aber auch in der Zeit) hat sich vor kurzem Unmut geregt über einen Artikel in der Emma, in dem Tessa Ganserers Einzug in den Bundestag, auf einem Frauenquotenplatz für die Grünen, kritisch beäugt wurde. Ganserer ist eine Transfrau, hat aber bislang keine Änderung des Personenstandes veranlaßt. Somit ist Ganserer rechtlich gesehen ein Mann, wie die Emma richtig feststellt. Die Bundestagsstatistik führt Ganserer aber trotzdem als Frau.

Es ist kein Wunder, daß die Beamten von dieser Situation überfordert sind. Denn der begriffliche Apparat im Deutschen bekommt die Sache nicht richtig in den Griff. Im Englischen ist es leichter, da wir hier zwischen „sex“ (Biologie/Körper) und „gender“ (soziale Rolle: Frau/Mann) unterscheiden. Im Deutschen wird der Begriff „Geschlecht“ auf beides angewendet, und dies führt unweigerlich zu Verwirrung, weshalb wohl die Wahlbehörden in Bayern und Berlin Ganserer als Frau führen.

Der Autorin des taz-Artikels, Sibel Schick, hat es nicht gefallen, daß die Emma zu dem Schluß kommt, Ganserer gehöre nicht auf einen Listenplatz für Frauen. Sie wirft der Emma Transfeindlichkeit vor, und Schick geht so weit zu behaupten, die Emma sei keine feministische Zeitschrift mehr.

Für Schick ist es schon transfeindlich Ganserer als jemanden zu bezeichnen, der „physisch und juristisch“ ein Mann ist. Die Emma hat natürlich Recht. Aber auch wenn Ganserer seinen Personenstand geändert hätte, wäre die Abgeordnete körperlich immer noch männlich. Juristisch gesehen, wäre Ganserer zwar eine „Frau“, aber dies beruht auf einem rechtlichen Konstrukt, einer Fiktion (fictio legis).

Das Recht erlaubt solche „Falschaussagen“, weil dadurch niemand geschädigt wird: fictio legis neminem laedit; sie sind lediglich politisch, bzw. gesellschaflich nützlich. Schon das römische Recht kennt die rechtliche Fiktion. Soldaten, die in Gefangenschaft gerieten, verloren dadurch ihren rechtlichen Status als Freie und wurden nun als Sklaven betrachtet. Dies hatte zur Folge, daß sie nicht mehr testamentsfähig waren. Um solche negativen Auswirkungen auf die Hinterbliebenen zu vermeiden, hat man diesen mißlichen Umstand in der Lex Cornelia (81 v. Chr.) behoben. Man betrachtete diese Soldaten nun so als ob sie Freie seien, und damit war ihr Testament gültig. Dieser „als-ob-Charakter“ macht die rechtliche Fiktion aus. Wenn wir z.B. heutzutage auf Sommerzeit umstellen, dann bedienen wir uns einer solchen Fiktion – wir können die Zeit nicht wirklich manipulieren.

Genauso ist es mit dem rechtlichen Status von Transfrauen. Der Staat behandelt einen Mann als wäre er eine Frau. Aber das gilt nur in begrenztem Maße. Die englische Gesetzgebung macht das schön deutlich, denn es sind mehrere Ausnahmen vorgesehen; und diese Ausnahmen bestätigen den als-ob-Charakter der Gesetzgebung. Viele Adelsgüter und -titel in Großbritannien gehen and den erstgeborenen Sohn. Das Recht sieht aber vor, daß ein Transmann von einer solchen Erbschaft ausgeschlossen ist – eine Transfrau hingegen könnte erben. Solche Ausnahmen gelten auch im Sport. Man kann Transfrauen ausschließen, um einen „fairen Wettkampf“ zu gewährleisten. Eine Transfrau kann z.B. auch von einer Gruppentherapiesitzung für Opfer sexueller Gewalt ausgeschlossen werden. Wenn Transfrauen wirklich in jeder Hinsicht Frauen wären, wie manche meinen, dann wären solche Ausnahmen nicht zuläßig.

Man muß Westminister zu dieser Gesetzgebung gratulieren, denn die Ausnahmen machen deutlich, daß wir es mit einer rechtlichen Fiktion zu tun haben. In anderen Rechtssystemen, die keine Ausnahmen vorsehen, neigen die Leute dazu, die Fiktion für Realität zu halten, d.h. sie fangen an zu glauben, daß man wirklich sein Geschlecht (engl.: sex) ändern kann. Aber man ändert nur seinen rechtlichen Status – auf einem Stück Papier. Die kanadische Transsportlerin und Philosophin, Veronica Ivy (vormals Rachel McKinnon), behauptete in einem Interview, sie sei „rechtlich und medizinisch eine Frau“. Man kann nur hoffen, daß die Berliner Gesetzgeber sich ein Beispiel an den Briten nehmen und Ausnahmen einbauen.

Schick unterstellt Emma, daß es gar nicht um Quotenplätze für Frauen geht, sondern es „soll verhindert werden, dass trans Personen die Möglichkeit haben, politische Ämter einzunehmen.“ Das ist natürlich aus der Luft gegriffen. Die Emma hat völlig zu Recht darauf hingewiesen, daß hier die Absicht der Grünensatzung untergraben wird. Dort heißt es:

„Die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen in der Politik ist ein politisches Ziel von Bündnis 90/Die Grünen. Die Mindestquotierung von Ämtern und Mandaten ist eines der Mittel um dieses Ziel zu erreichen.“ 

Da Ganserer rechtlich gesehen ein Mann ist, nimmt „sie“ Frauen ein politisches Amt weg. Aber auch wenn Ganserer den Personenstand geändert hätte, wäre die Inanspruchnahme eines Frauenmandats immer noch problematisch.

Man muß sich fragen: warum glaubt eine Transfrau, daß gerade sie geeignet ist die Interessen von Frauen wahrzunehmen und, daß gerade sie ein Anrecht auf einen Frauenquotenplatz hat? Schließlich ist Ganserer ja eine „frischgebackene Schwester“, aber eben nur ehrenhalber (juris causa) – wenn es denn zum Selbstbestimmungsgesetz käme.

Was hier zum Ausdruck kommt ist ein Anspruchsdenken von Seiten Ganserers, und möglicherweise auch das Bedürfnis sich der bestehenden Regeln zu bedienen, um die eigene Geschlechtsidentität, allen vor Augen zu führen. Ist so eine Haltung eher eine weibliche oder männliche Stereotype?

Wo bleibt hier die Solidarität mit anderen Frauen? Zumindest das könnte man erwarten, wenn jemand in die Gemeinschaft der Frauen aufgenommen werden will. Wenn man wirklich seinen Respekt und Verständnis für andere Frauen, und ihren Kampf um Rechte, zeigen möchte, dann sollte man vielleicht auch mal zurücktreten und anderen den Vortritt lassen, anstatt darauf zu bestehen, jede zuläßige Möglichkeit voll auszuschöpfen.

Schick endet ihren Angriff auf die Emma mit der Behauptung:

„Das erste Prinzip von Feminismus ist die Selbstbestimmung. Wenn eine Bewegung gegen die Selbstbestimmung marginalisierter Gruppen in einer Gesellschaft vorgeht, ist diese Bewegung noch feministisch?“

Hier wird viel vermischt. Wer übt Selbstbestimmung im Feminismus? Zuerst einmal Frauen. Und worüber üben sie diese Selbstbestimmung aus? Über ihren – weiblichen – Körper. Es geht in erster Linie um sexuelle Autonomie und um Selbstbestimmung bei der Schwangerschaft. Diese Anbindung an den Körper wird von Schick unterschlagen. Denn das macht es ja erst möglich Männer in die Frauengemeinschaft aufzunehmen. In dieser Version des Feminismus steht der weibliche Körper nicht mehr im Mittelpunkt; das Kriterium des Frauseins ist jetzt die Selbstidentifikation (ein psychologisches Phänomen). Schick überträgt die feministische Selbstbestimmung über den Körper auf die Selbstbestimmung im Geiste (von Transfrauen). Na, ob das noch Feminismus ist?

Dies ist auch ideengeschichtlich interessant, denn über Jahrhunderte wurde der weibliche Körper verteufelt – jetzt wird er ganz beiseite geschoben. Man kann „Frau“ sein, ohne einen entspechenden Körper zu haben. Das Materielle ist zentral für den Feminismus, aber die trans-inklusiven Femistinnen, die sich links wähnen, haben sich vom Materialismus gelöst und schwelgen in einem Gender-Idealismus. Das mutet als ein Triumph der Patriarchats an. Schick macht sich hier zur Handlangerin einer regressiven Version des Feminismus, einer Version, die Platz macht für die Bedürfnisse gewisser Männer, und die Frauen im Gegenzug dazu drängt zusammenzurücken, damit auch die Transfrauen unterkommen.

Es ist sicher richtig, daß Transpersonen oft marginalisiert werden, aber warum ist es Aufgabe des Feminismus, sich um Männer zu kümmern, die sich für Frauen halten? Wäre das nicht eine Aufgabe für die Männerbewegung? Genau das Aufopfern für andere (vornehmlich Männer) wurde ja von Frauen schon immer verlangt. Schick merkt offenbar nicht, wer von ihrem regressiven Feminismus profitiert, und wer zurückstecken muß. Der Feminismus der Emma scheint mir doch der wahre zu sein.

Die regressive Variante des Feminismus

Kollege @UweSteinhoff hat mich auf einen Artikel der deutschen Philosophin Jule Govrin aufmerksam gemacht. Darin nimmt sie zur Causa Kathleen Stock Stellung. Govrin ist eine Verfechterin des trans-inklusiven Feminismus. Wenn schon der erste Satz (hier eine Prämisse), mit einer Verzerrung beginnt, dann bricht der Rest zusammen wie ein Kartenhaus. [https://geschichtedergegenwart.ch/terf/]

Auf drei Dinge möchte ich aber doch eingehen. 1. Govrin glaubt nicht, daß es um eine Einschränkung der Meinungs- und Forschungsfreiheit geht, und hält das für bloße Spiegelfechterei in den Medien. Govrin ignoriert allerding, daß man versucht hat, Stock nicht nur in GB, sondern auch in Deutschland aus dem Wissenschaftsbetrieb herauszudrängen. Das ZAS (https://www.leibniz-zas.de/de/das-zas/institut), ansäßig in Berlin, hatte Stock vor zwei Jahren als Rednerin angenommen, dann aber wieder ausgeladen – und versuchte dies, mit fadenscheinigen Ausreden zu rechtfertigen. Siehe hier: https://twitter.com/Miroandrej/status/1336983851982344192?s=20&t=n1C4m5GWVL8rDAg_e7GK7Q

2. Govrin bringt die gender-kritische Position so auf den Punkt: „Gender, so der Kerngehalt, gebe es nicht, denn Geschlecht sei durch Biologie bestimmt.“ Das ist natürlich begrifflich, ob von Govrin gewollt oder nicht, völlig verwirrt und unklar, denn im Deutschen wird der Begriff „Geschlecht“ auf die Biologie (engl.: sex) und auch auf die soziale Rolle (engl.: gender) angewendet. Natürlich gibt es die soziale Rolle, niemand bestreitet dies, und das kann sich jede aussuchen wie sie will. Aber man kann sich nicht aussuchen, ob man biologisch weiblich oder männlich ist. Man kann Operationen an Geschlechtsmerkmalen vornehmen lassen, oder sich stereotyp kleiden (Perücke, Perlenkette und Make-up), oder eine Änderung des Geschlechtseintrags beantragen, das ändert aber nichts an der biologischen Realität. Wenn die Geburtsurkunde geändert wird, sodaß die Person „weiblich“ wird, ist das bloß eine Änderung auf dem Papier – die Welt wird durch eine solche rechtliche Fiktion (fictio legis) nicht verändert. Wer trotzdem glaubt, daß Frausein nichts mit dem Körper zu tun hat, der leidet an metaphysischer Verwirrung.

3. Govrin meint, eine der größten Errungenschaften des Feminismus sei die „körperliche und geschlechtliche Selbstbestimmung.“ Körperliche Selbstbestimmung, ja, aber wie hat Govrin denn die geschlechtliche Selbstbestimmung in den Feminismus hineingeschmuggelt? Frauen waren schon immer Frauen – wegen ihres Körpers; eine Selbstbestimmung des Geschlechts (= gender) stand nie in Frage und war auch nie nötig. Das wird erst für transidente Personen zum Problem. Soll der Staat sie in ihrem Glauben unterstützen? Der kritische/klassische Feminismus fragt allerdings auch, wie Frauen mit Gender-Stereotypen umgehen sollen. Viele Transfrauen hingegen haben kein kritisches Verhältnis zu solchen Stereotypen; sie nehmen diese auf, ohne sie zu hinterfragen. Man fragt sich, wie die „progressiven“ Feministinnen, à la Govrin, diese reaktionäre Tendenz mit der Brefreiung der Frau vereinbaren können?

Das Witzige ist, daß die trans-inklusiven Feministinnen sich politisch links wähnen; in Wirklichkeit frönen sie aber einer regressiven Version des Feminismus. Siehe hier: https://twitter.com/Miroandrej/status/1491427174590545920?s=20&t=Uga0oJN0nwMwbPWnK2Imrw

Fazit: wie so oft bei Unterstützern der Trans-Ideologie, wird hier wenig durchdacht und viel verzerrt.

Mutterwitz

Meine Mutter heißt Maria und wohnt in Homburg, einem kleinen Städchen im Saarland. Sie zieht sich gern gut an. Einmal auf dem Wochenmarkt beim Einkaufen, mit schönem Mantel und einem Hut mit Feder, spricht ein älterer Herr sie an: „Gnädige Frau, sind Sie von Adel?“ Meine Mutter reicht ihm sofort die Hand: „Maria von Homburg!“ Er nimmt ihre Hand, artig, mit leichter Verbeugung: „Man sieht’s ja. Man sieht’s ja.“

Über das N-Wort im Deutschen

Der Begriff ist ungenau; es gibt mindestens zwei N-Wörter im Deutschen. Das erste und herabwürdigendere ist das Wort, das man in den USA unter „n-word“ versteht. Also die Bezeichnung, die Huck Finn benutzt, wenn er von dem Sklaven Jim erzählt. Und dieses Wort wird genauso im Deutschen verwendet. Das zweite Wort ist die Entsprechung des Englischen „negro“. Im Wörterbuch heißt es dazu: „dated, often offensive“ (https://www.merriam-webster.com/dictionary/Negro). So ist es auch mit der deutschen Entsprechung: „Neger“. Bis in die 70er und 80er Jahre schien der Gebrauch unbedenklich; jetzt wird der Ausdruck als diskriminierend und abwertend betrachtet. Im Duden von 1999 steht:  „wird heute meist als abwertend empfunden“. Warum man im Deutschen so undifferenziert mit den „N-Wörtern“, wie es eigentlich heißen müßte (https://www.duden.de/rechtschreibung/N_Wort), umgeht, ist mir schleierhaft.

Es wird argumentiert, daß das zweite N-Wort die „Verletzungen der Vergangenheit“ (also Sklaverei, Unterdrückung, Entrechtung, etc.) lebendig macht. Wenn dem so wäre, dann müßte man aber auch die Begriffe „Schwarze/r“, „Farbige/r und die „person of colour“ (POC) in die gleiche Kategorie stellen, denn diese Begriffe rufen genauso die Verletzungen der Vergangenheit hervor (https://www.ferris.edu/HTMLS/news/jimcrow/question/2010/october.htm). Bei mir stellen sich hier Bilder der Bürgerrechtsbewegung in den USA ein, die ich in den 60er Jahren fast täglich in den Nachrichten sah. Wenn wir also Wörter verbieten, die eine herabwürdigende Bedeutung haben können – wenn man es denn so meint, dann müßte man auch das Wort „Ausländer“ als problematisch ansehen. Denn das habe ich so empfunden, und so war es auch oft gemeint, egal, ob man es mit dem Adjektiv „dreckiger“ (Ausländer) versehen hat oder nicht – so wurden wir als Kinder nämlich oft beschimpft. „Afro-Amerikaner“ oder „Afro-Deutscher“ ist jetzt (!) wohl weniger geschichtsbeladen, aber solche Begriffe grenzen genauso aus wie „Menschen mit Migrationshintergrund“. Bei letzterem Begriff wird ja die Geschichte geradezu beschworen. In der Nazizeit, noch vor dem Krieg, hatte man viele „Fremdarbeiter“ im Land – ein sprechender Begriff. Mir gefällt aber der „Gastarbeiter“ und die „Gastarbeiterkinder“ am Besten; so wurden wir damals genannt. Die Gäste sind zwar geblieben und sind somit keine Gäste mehr, aber wenigstens ist der Begriff „Gast“ positiv beladen. Fazit: Die Sprachpolizei muß sich etwas mehr Mühe geben; Sprache ist viel differenzierter als es von den Wächtern der Diktion dargestellt wird.

“Sport and the (Asian) Martial Arts Ethos: Winning Ugly”. 

Keynote 1: “Sport and the (Asian) Martial Arts Ethos: Winning Ugly” – Miroslav Imbrisevic. September 23rd 2021, 48th Annual IAPS Conference, Split/Croatia.  http://iaps.net/conference/48th-annual-iaps-conference/ 

See full video here: https://miroslavimbrisevic.wordpress.com/talks/

Is there a Future for Olympic Karate?

by Miroslav Imbrišević

The final bout in the men’s Karate (over-75 kg) in Tokyo ended with a bang – when Sajad Ganjzadeh’s head hit the tatami (mat). His opponent in the battle for gold, Tareg Hamedi (Saudi Arabia), delivered a kick to his head, which knocked Ganjzadeh (Iran) out cold. This match also ended in controversy, perhaps not within the Karate community, but certainly for Olympic audiences worldwide. Hamedi was disqualified for using excessive force and the gold medal was awarded to the unconscious fighter.

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